Eingestellt im September 2011

GERMANY'S FINEST RIDER!!!

Das neue, das andersartige Event - wer hat Ambitionen, diesen neuen Titel zu erringen?

Zeigt uns, dass es auch anders geht! Am 22. Oktober bekommen endlich die eine Chance, die sich vom etablierten Westernreitsport abgewandt haben, wie er auf den Turnieren praktiziert wird.

Immer wieder hat es Kritik gegeben an der Art und Weise, wie Pferde für das Turnier „zurechtgezimmert“ werden, wie sie auf dem Abreiteplatz traktiert werden als Vorbereitung für die Prüfung und wie in den Prüfungen oft das feine Reiten auf der Strecke bleibt und nur spektakuläre Action belohnt wird, egal was es kostet.

Das soll nun anders werden! WESTERN HORSE hat ein Event kreiiert, das den Schwerpunkt auf Harmonie, unsichtbare Hilfengebung und freudiges Mitmachen des Pferdes legt. Eine der Be­­sonderheiten: Auch das Abreiten findet unter den Augen der Richter und des Publikums statt, und es fließt mit in die Bewertung ein! Die Pferde werden gesattelt in die Halle geführt, in der sich die Teilnehmer bereithalten, aber dort nicht geritten. Dann wer­den sie in die Arena geführt und dort abgeritten, so dass die gesamte Vorbereitung observiert werden kann.

Eine weitere Besonderheit: Bei der letztendlichen Bewertung soll auch das Publikum per Applausmessung mit in die Bewertung einbezogen werden.

Um möglichst vielen eine Chance zu geben und nicht nur einigen wenigen Spezialisten, wird diese Show als Kür geritten, und die Teilnehmer sind frei in ihrer Auswahl der Manöver, die sie in ihre Kür einbauen. Sie müssen aber wenigstens sieben Übungsteile verwenden von den folgenden 14:

 

1. Große schnelle und kleine langsame Galoppzirkel

2. Fliegende Galoppwechsel auf jeder Hand

3. Angaloppieren aus dem Stand

4. Spins in beide Richtungen

5. Galopp-Pirouetten in beide Richtungen

6. Schritt-Traversalen in beide Richtungen

7. Trab-Traversalen in beide Richtungen

8. Galopp-Traversalen in beide Richtungen

9. Traversal-Diagonalen in beide Richtungen

10. Parade aus dem Galopp in den Trab

11. Sliding Stop

12. Rollbacks in beide Richtungen

13. Back up

14. Deutliche Tempounterschiede im Trab

 

Es muss wenigstens ein Tempo-Manöver dabei sein, also große schnelle Galoppzirkel, eine schnelle Galoppgerade oder ein Run-down mit Stop. Außerdem ist ein Backup Pflicht.

Bewertet wird in erster Linie, inwieweit die Kür vollendet präsentiert wird. Der Schwierigkeitsgrad einer Vorstellung kann natürlich nicht unberücksichtigt bleiben, aber wer seinem Pferd schwierigere Lektionen zumutet und diese nicht elegant hinbekommt oder bei ihm Widerstreben oder Unmutserscheinungen hervorruft, der wird schlechter bewertet als jemand, dessen Darbietung harmonisch ist und der die Leistungsfähigkeit bzw. den Ausbildungsstand seines Pferdes richtig eingeschätzt hat und ihm nicht mehr abverlangt, als es mit unsichtbaren Hilfen komfortabel und freudig ausführen kann.

Die Kür soll fünf Minuten nicht überschreiten.

Es wird nicht nur das Pferd bewertet, sondern ähnlich einer Horsemanship auch der Reiter, sein Sitz und seine Einwirkungen.

Eine unsichtbare Hilfengebung ist also das Ideal, ganz dem klassischen Reiten entsprechend.

Drei- und vierjährige Pferde dürfen beidhändig mit Hackamore oder Snaffle Bit geritten werden, fünfjährige einhändig mit Two-Rein oder nur Bit und höchstens einem Finger zwischen den Zügeln, sechsjährige und ältere Pferde müssen einhändig nur im Bit geritten werden mit höchstens einem Finger zwischen den Zügeln. Wer mit Spade Bit reitet, muss Ketten an den Romal Reins haben, Spade Bits und Halfbreed Bits sollen nur mit Romal Reins geritten werden, andere Bits hin­gegen nur mit Split Reins. Romal Reins müssen NICHT von unten nach oben durch die Zügelfaust laufen, sondern können durchaus auch wie Split Reins gehalten werden (s. Abb.). Zu den Regeln bezüglich Alter und Zäumung soll noch klargestellt werden, dass dies bedeutet, dass nur fünfjährige und jüngere Pferde zweihändig geritten werden dürfen, und dann nur mit Snaffle oder Hackamore. Ältere Pferden dürfen auch mit Snaffle Bit geritten werden, müssen dann aber einhändig mit maximal einem Finger zwischen den Zügeln geritten werden.

Hilfszügel und Mouth Shutter sind nicht erlaubt. Leg Boots können nach Belieben verwendet werden.

Der Sieger gewinnt einen Trophy-Sattel von Way Out West. Der Reserve Champion bekommt ein Paar handgearbeitete Vitallo Boots der Firma Hackner. Vitallo Boots haben sich als „Gesundheitsstiefel“ einen Ruf aufgebaut. Weitere Sachpreise sind ein handgearbeiteter Bit von Siering „US Bitmaker“, Computer-Pferderückenvermessungen von Equiscan, dem neuen,  einzigartigen, patentierten System der Fir­ Rieser (Wert jeweils etwa 150 Euro) sowie weitere Geld- und Sachpreise.

Das Publikum wird in die Bewertung mit einbezogen. Bei den drei besten von den Richtern Placierten soll es einen Applaus-Check geben, der den Ausschlag gibt, wenn die Bewertungen durch die Richter einigermaßen eng beieinanderliegen sollten.

Als Richterin hat sich dankenswerterweise Anja Beran bereiterklärt, diese Veranstaltung zu unterstützen, neben Hardy Oelke als Westernreiter. Anja Beran kommt aus der Klassischen Dressur – wohlgemerkt: nicht aus der herkömmlichen Sportdressur, sondern aus der Klassischen Dressur – und hat sich einen Namen gemacht auf dem Gebiet. Sie ist bekannt für ihr feines Reiten und für ihren idealistischen Einsatz für die Werte wahren Klassischen Dressur. Ihre Bücher „Aus Respekt!“ und „Die feine Dressur“ wurden auch aus dieser Intention heraus geschrieben. Sie hat auf dem Gut Rosenhof im bayerischen Rudratsried ihr Domizil,  wo sie auch die Anja-Beran-Stiftung zur Förderung der Klassischen Dressur leitet.

Das erste Germany’s Finest Rider Event findet auf der Anlage des Reitzentrums Hegemann statt. Die Anlage liegt recht zentral und vor allem sehr verkehrsgünstig direkt an der A45 (Abfahrt Lüdenscheid Nord). Der Eintritt ist frei! Es werden Teilnehmer von überall aus Deutschland erwartet. Schon jetzt haben zahlreiche Reiter ihr Interesse bekundet. WESTERN HORSE würde sich freuen, auch Sie als Teilnehmer oder Zuschauer begrüßen zu dürfen!

Fragen, die uns dazu bisher erreicht haben:

Ich werde bis dahin nach Belgien umgezogen sein, kann ich trotzdem starten?

Das Event ist international ausgeschrieben. Jeder kann starten, unabhängig von seiner Nationalität oder seinem Wohnort.

Kann ich meine Kür auch nach Musik reiten?

Das ist möglich, wenn auch keinesfalls Bedingung. Wer zu einer bestimmten Musik reiten will, muss diese als CD mitbringen.

Ich habe kein Western Horse, sondern reite eine Kreuzung – kann ich trotzdem mitmachen?

Das Event ist rasseoffen ausgeschrieben. Jede Rasse oder Kreuzung kann teilnehmen.

Ich habe eine lange Fahrt – kann man auch früher anreisen?

Grundsätzlich ja, aber Boxen stehen auf der Anlage nur sehr begrenzt und nach Absprache zur Verfügung.

Kann ich auch Übungsteile in meine Kür einbauen, die nicht in der Liste der 14 Übungsteile aufgeführt sind?

Selbstverständlich. Diese Liste stellt nur eine Auswahl an Pflichtmanövern dar, von denen wenigstens sieben – egal welche sieben – in der Kür enthalten sein müssen. Darüber hinaus können beliebige Übungsteile eingebaut werden, und das müssen nicht unbedingt typische Westernmanöver sein – von Galoppwechseln a tempi bis zur Levade ist alles erlaubt.

 

"Germany´s finest Rider" finde ich toll und auch, dass Frau Beran mitrichtet, finde ich richtig gut. Was mir nicht gefällt: Die Age Requirements. Ich werde nie verstehen, wieso man zum Beurteilen einer Leistung Zäumungsvarianten vorschreibt. Damit macht man so viel zunichte... Für mich ist es ein wesentlicher (wenn nicht der wesentlichste Faktor überhaupt), dass ich selbst tagesformabhängig entscheiden darf, welche Zäuming für mich/Pferd gerade richtig ist. Gute Horsemanship zeigt sich immer in "soviel wie nötig, so wenig wie möglich"... Feines Reiten ist doch genau das. Da die Maneuver doch recht eindeutig zu bewerten sind, verstehe ich Age Requirements halt nicht. Und ich glaube ehrlich gesagt, dass man damit wieder nur die alte Turnierszene auf dem Teppich stehen hat.

Das sehen wir nicht so, dass damit etwas zunichte gemacht würde, einmal abgesehen davon, dass es natürlich bedeutet, dass der eine oder andere nicht teilnehmen kann, dessen Pferd noch nicht so weit ist. Aber wenn das Pferd noch nicht so weit ist, ist es sicher auch nicht unbedingt angezeigt, dass man das Pferd auf einem solchen Event der Öffentlichkeit präsentiert. Wir schreiben ja auch keine Zäumung vor, obwohl wir Regularien haben. Und die müssen sein – denn wenn alle kämen und ihre Pferde beidhändig vorstellen würden, wäre es ein normales Dressurturnier und kein Western Event mehr. Hier geht es nun einmal ums Westernreiten, WESTERN HORSE, der Haupt-Sponsor, ist natürlich klar aufs Westernreiten festgelegt, und die einhändige Zügelführung ist nun einmal das Hauptmerkmal des fertigen Westernpferdes. Bei einem solchen Event muss man spätestens bei sechsjährigen und älteren Pferden die einhändige Zügelführung erwarten dürfen, egal mit welchem Bit, sonst wird das Ganze zur Farce. Denn man kann natürlich ein älteres Pferd auch mit Snaffle Bit oder Hackamore reiten, wenn einem das aus irgendwelchen Gründen lieber ist, weil z. B. das Pferd im Maul verletzt worden war und einen großen Teil seines Gefühls für den Bit verloren haben mag, nur muss man dann eben der Fairness halber einhändig reiten, mit maximal einem Finger zwischen den Zügeln.

Für die Jungen ist das Reiten eine wertvolle Lektion, da es die Ausübung aller menschlichen Tugenden erfordert. Wenn sie an das Reiten durch verständnisvolle und geduldige Lehrer herangeführt werden, dann werden sie diese

Eigenschaften entwickeln. Der junge Reiter lernt zu verstehen, dass das Pferd ein Partner ist und kein Sklave, dem Liebe und Verständnis gebührt“

 

 „Ein Pferd wird nie eines Reiters müde, der sowohl Takt wie Sensibilität besitzt, weil es nie bis über seine Leistungsmöglichkeiten hinaus gefordert wird“

 – Nuno Oliveira

 

Die Ehre, dieses prestigeträchtige Event gewonnen zu haben, ist natürlich die Hauptsache, aber der Gewinner erhält auch einen schönen Trophy-Sattel der Firma WAY OUT WEST.