Eingestellt im Oktober 2011

WAS TUN GEGEN MAUKE?

Bei dem Problem „Mauke“ handelt es sich um eine hartnäckige Erkrankung, die sich meistens als eine bakterielle Hautentzündung im Bereich der Fesselbeuge zeigt.

In diesem Krankheitsbild taucht leider eine immer wiederkehrende Hautirritation der entsprechenden Hautpartie auf.

Für den Pferdebesitzer beweist sich dies immer als eine wirkliche Geduldprobe und für das Pferd bedeutet Mauke eine wirkliche Last, die oftmals auch sehr schmerzhaft ist.

 

Solch eine Erkrankung kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden.

Hierbei rücken immer wieder verschiedene Faktoren in den Fokus:

          Schlamm, Sand, Schmutz…

          Bakterielle Infektionen

          Schimmelinfektionen

          Reduzierter Widerstand

          Milben

Die wirkliche Herausforderung stellt sich hier auch, dass nicht nur Pferde in einem schlechten Allgemeinzustand betroffen sein können, sondern auch Pferde die sich in besten Haltungsumständen wiederfinden und einen guten Ernährungszustand aufweisen.

Jedoch kann bei allen Fällen ein gemeinsamer Faktor erkannt werden. Es handelt sich hierbei um die Feuchtigkeit. Gerade nasse Pferdebeine sind hierbei fördernde Faktoren. Bei Mauke stellt sich immer wieder heraus, dass die Krankheit einen bakteriellen Ursprung besitzt.

Einen neur Lösungsansatz, der erfolgreich verfolgt wird, ist der der Zell-Zell Kommunikation von Bakterien.

Bevor wir weiter auf das Krankheitsbild „Mauke“ eingehen, müssen wir vorerst einen Abstecher zum Thema Bakterien machen: Wissenswert ist hier, dass Bakterien Biofilme bilden. Diese Biofilme findet man an Oberflächen von Flüssigkeiten, an Oberflächen von festen Medien und in Kolonieformen.

Notwendige Bedingungen von Bakterien zur Vermehrung sind, dass sich der pH-Wert zwischen 6,5 – 9 befindet, dass die Temperatur zwischen 0 – 60 C° liegt und dass entsprechend Nahrung zur Verfügung steht.

Üblicherweise geht man in der Tierhaltung von  +/- 3% krankheitserregender Bakterien und von  +/- 97 % probiotischer Bakterien auf den gegebenen Oberflächen aus.

Jedoch ist zu berücksichtigen, dass an den Oberflächen nicht nur von schwarz oder weiß auszugehen ist, sondern das es auch Bereiche gibt, die nicht besiedelt sind.

Wissenschaftlich wurde zusätzlich beschrieben, dass Bakterien „erkennnen“ können wie hoch die Anzahl (Konzentration) der benachbarten Zellen, also wie hoch die Populationsdichte ist. Dies findet durch eine Zell-Zell Kommunikation mittels Botenstoffe (Genannt: Quorum sensing) statt. Durch diese Informationen wird das Zellteilungsverhalten von Bakterien beeinflusst. Die Entwicklung einer Bakterienkultur hängt also auch von dem Platz- und Nahrungsangebot ab.

 

Bei der bisherigen Behandlung der Symptome von Mauke fand meistens  immer der Einsatz von Desinfektionsmittel statt. Hierbei werden heute noch Zink-Lebertran-Salben, Cortisonsalben und antibiotikabasierende Produkte eingesetzt.

Produkte mit einer desinfizierenden Wirkung unterscheiden jedoch nicht zwischen probiotischen Bakterien und krankheitserregenden Bakterien zu sondern töten beide Varianten schonungslos ab.

Leider wird bei diesem Vorgang die Gefahr der Mauke nicht wirklich gebannt. Denn mit einer Desinfektion geben wir die gesamte Oberfläche als Nahrungsquelle erneut frei und dies sowohl für probiotische als auch krankheitserregende Bakterien. Denn nach einer Desinfektion wird die Hautoberfläche sehr schnell wieder von Bakterien besiedelt. Nun werden die Karten neu gemischt und ein Wettlauf um Platz und Nahrung findet statt.

Krankheitserregende Bakterien, hier vor allem die Wund- und Infektionskeime, bekommen wieder eine neue Chance, die Haut anzugreifen. Eine  Verbesserung des Krankheitsbildes bleibt aus und für den Anwender ist es besonders schwierig und langwierig sich erfolgreich gegen Mauke durchzusetzen.

 

Aufgrund der Erkenntnisse der Zell-Zell Kommunikation ergibt sich ein neuer Lösungsweg!

Wir wissen:

• Bakterien signalisieren über Botenstoffe Informationen zum vorhandenen Nahrungs- und Platzangebot. Durch die Besiedlung der Oberflächen mit probiotischen Bakterien ist es möglich, Einfluss auf die krankheitserregenden Bakterien zu nehmen, um so diesen erfolgreich zu begegnen.

Durch das Aufbringen von probiotischen Bakterien in Form von Sporen kreieren wir eine gutartige Mikroflora. Während des Aktivierens der Sporen, also dem „Entsporens“ und während der Zellteilung besitzen die Bakterien einen großen Feuchtigkeitsbedarf.

Die positive Nebenerscheinung ist hierbei, dass wir ein schnelles Abtrocknen der Pferdebeine feststellen können. Vor allem bleiben die Pferdebeine aufgrund des großen Feuchtigkeitsbedarfs auch trocken.

Somit haben wir das Feuchtigkeitsproblem bereits deutlich reduziert. Das heißt, der gemeinsamen Faktor des Ursprungs der Mauke ist erfolgreich eingedämmt worden.

 

Aufgrund der Verwendung von probiotischen Bakterien schaffen wir es, eine infektiöse Keimflora in eine positive Keimflora umzuwandeln. Somit geben wir der Haut die Möglichkeit, sich erfolgreich zu regenerieren.

Die Mauke kann nun abheilen, da die Haut eines der regenerativsten Organe ist. Die Haut heilt ab und  die krankheitserregenden Bakterien verkapseln und gehen in den Ruhestand über. Die Mauke kann nun abheilen und die krankheitserregenden Bakterien haben keinen Nährstoffboden mehr zur Verfügung.

Das bedeutet, dass wir aufgrund der Möglichkeit das Bakterienmilieu zu beeinflussen, der Mauke erfolgreich Einhalt gebieten können.